In 219 Bundesligaspielen erzielt Erwin Kostedde 98 Tore. In der Nationalmannschaft kommt Kostedde 1974 und 1975 dreimal zum Einsatz und ist der erste dunkelhäutige deutsche Nationalspieler. Sein Debüt gibt er am 22. Dezember 1974 in Gżira beim 1:0-Erfolg in der EM-Qualifikation gegen Malta.
Sein drittes und zugleich letztes Spiel bestreitet er am 11. Oktober 1975 beim 1:1 im EM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland. Der damalige Werder-Manager Rudi Assauer äußert sich 1980 über die Verpflichtung von Erwin Kostedde für Bremen wie folgt: „Bei uns braucht der Kostedde nicht mehr zu laufen, es genügt, wenn er im gegnerischen Strafraum steht und mit seinem Hintern noch Tore macht. Kostedde liefert und schießt 38 Tore in 75 Spielen für Werder.
Nach seinem Karriereende verliert er seine Ersparnisse von über einer Million DM durch einen dubiosen Anlageberater. 1990 wird er wegen des Verdachts, einen Raubüberfall auf eine Spielhalle in Coesfeld begangen zu haben, verhaftet und nach monatelanger Untersuchungshaft von diesem Vorwurf freigesprochen. Denn die Polizei hat nachlässig ermittelt, der Belastungszeuge hat ihn verwechselt.
Aber der Ruf ist ruiniert. Für seine ungerechtfertigte Inhaftierung erhält er magere 3.000 DM Haftentschädigung. „Der einstige Erwin Kostedde ist 1990 gestorben“, sagt Kostedde zu den damaligen Anschuldigungen und dem seitdem mit der nicht begangenen Straftat verbundenen Image.
Von Erwin Kostedde ist der Spruch überliefert: "Ich möchte nie mehr arbeiten, sondern nur noch am Tresen stehen und saufen."