Abstieg 1979/80: Werders einziger Gang in die Zweitklassigkeit
Mit Eintracht Braunschweig und Hertha BSC steigt auch Werder Bremen 1980 ab — der bis heute einzige Bundesliga-Abstieg.
Abstieg 1979/80: Eintracht Braunschweig steigt als 18. der Tabelle ab, Werder Bremen schließt sich aus norddeutscher Sympathie an und steigt ebenfalls ab. Die Saison 1979/80 ist die historisch schlechteste für Werder Bremen in der Bundesliga. Nahezu alle Negativ-Rekorde fallen in diese Spielzeit, in der die Mannschaft weder mit Vize-Weltmeister Wolfgang Weber noch mit Trainergeneral Fritz Langner als Coach den bis dato einzigen Abstieg abwenden kann.
Zu den Fremdschäm-Rekorden gehören: Schlechteste Platzierung: 1979/80 ist Rang 17 vor Eintracht Braunschweig die schlechteste Platzierung im Fußball-Oberhaus.
Schlechteste Bundesliga-Platzierung: Rang 17 in der Saison 1979/80
Auf Platz 17 vor Braunschweig steigt Werder 1979/80 zusammen mit Hertha BSC in die 2. Liga Nord ab.
Schlechteste Platzierung: 1979/80 ist Rang 17 vor Eintracht Braunschweig die schlechteste Platzierung im Fußball-Oberhaus. Auf Rang 16 geht Hertha BSC mit in die „2. Liga Nord“.
93 Gegentore: Burdenskis Negativrekord 1979/80
Im Abstiegsjahr muss Stammtorhüter Dieter Burdenski 93 Mal hinter sich greifen — Vereinsbestmarke.
Meiste Gegentore: 1979/80 muss Werders Torhüterlegende Dieter ,,Budde“ Burdenski 93-mal hinter sich greifen.
0:7 in München: Werders höchste Auswärtspleite 1979/80
Am 12. April 1980 verliert Werder beim kommenden Meister Bayern 0:7 — bis 1981 die höchste Auswärtsniederlage.
Höchste Auswärtsniederlage: Am 12. April verliert man beim kommenden Meister FC Bayern München mit 0:7 (0:2). Es ist bis zum Wiederaufstieg 1981 die höchste Auswärtspleite von Werder in einem fremden Stadion in der Bundesliga. Zusammen mit der Niederlage am 26. Spieltag der Saison 1963/64 bei Eintracht Frankfurt (ebenfalls 0:7). Dann folgt das schon erwähnte 2:9 von Frankfurt (14. November 1981).
20 Niederlagen in einer Saison: Vereinsrekord 1979/80
Im Abstiegsjahr 1979/80 verliert Werder 20 von 34 Bundesligaspielen.
Meiste Niederlagen: 20 Spiele verliert Werder im Abstiegsjahr 1979/80 Schlechteste Tor-Differenz: Sie beträgt 1979/80 minus 41, bei 93 Gegentoren. Sie beträgt 1979/80 minus 41, bei 93 Gegentoren. Das ist eine einsame Bestmarke vor den Spielzeiten 2013/14 und 1974/75 mit jeweils minus 24.
Auch nach 1980: weitere Negativ-Bestmarken in der jüngeren Geschichte
Nicht nur 1979/80 lieferte Bestmarken — auch in der jüngeren Vergangenheit setzt Werder traurige Rekorde.
Aber auch in der jüngeren Geschichte werden einige traurige Bestmarken gesetzt: Wenigste erzielte Punkte: Die geringste Punktzahl gibt es 2012/13.
34 Punkte 2012/13: Rettung erst am 33. Spieltag
Mit 34 Punkten erreicht Werder 2012/13 die geringste Punktausbeute der Vereinsgeschichte in der Bundesliga.
Wenigste erzielte Punkte: Die geringste Punktzahl gibt es 2012/13. 34 Punkten bedeuten erst am 33. Spieltag die Rettung vor dem Abstieg.
Nur acht Siege 2012/13: wenigste Saisonsiege der Vereinshistorie
In der Saison 2012/13 gelingen Werder lediglich acht Bundesligasiege — Vereinstiefstmarke.
In die Spielzeit 2012/13 fallen auch die wenigsten Siege – acht. Selbst 1979/80 sind es elf, 1974/75 (Rang 15) noch neun.
Remis-Spezialist: 44 Unentschieden zwischen 1989 und 1992
Drei Spielzeiten lang ist Werder Bremen Bundesliga-Spitzenreiter im Remis-Sammeln — kein anderer Klub kommt mit.
Nicht zu vergessen: Zwischen 1989 und 1992 ist Werder Bremen Remis-Spezialist in der Fußball-Bundesliga. 1989/90 und 1990/91 holt man jeweils 14 Unentschieden aus 34 Partien, übertroffen wird diese Ausbeute nur in der 38 Spiele umfassenden Rekord-Saison 1991/92 mit 16 Remis. Die Folge: 44 Remis in drei Spielzeiten – das „schafft“ sonst kein anderer Verein im gleichen Zeitraum.
20 Pflichtspiele in Folge gegen Bayern verloren
Mit dem 1:6 vom 14. Dezember 2019 verliert Werder zum 20. Mal in Serie gegen den FC Bayern.
Rekord-Negativserie des SV Werder gegen den FC Bayern München: Mit der 1:6- Pleite vom 14. Dezember 2019 bleibt Bremen gegen die Münchner zum 20. Mal in Folge der Verlierer, kein anderer Verein muss bis Dezember 2019 eine längere Niederlagenserie gegen einen bestimmten Bundesliga-Gegner verbuchen. Ebenso bitter ist die Torbilanz: Der Rekordmeister schießt in diesen Spielen 72 Tore. Sechsmal so viel wie Werder, die lediglich zwölf Treffer bejubeln dürfen.
Höhepunkt des Desasters: Am 15. Spieltag der Saison 2013/14 verliert Werder Bremen zu Hause mit 0:7 gegen den FC Bayern – die höchste Heimniederlage bis zum Dezember 2019.
„Otto II.“: dreimal Vizemeister, einmal am letzten Spieltag verloren
Unter Otto Rehhagel wird Werder dreimal Zweiter — am bittersten 1985/86, abgefangen am 34. Spieltag.
,,Otto II.“: Unter Otto Rehhagel wird Werder nach dem Aufstieg 1981 dreimal Vizemeister in der Bundesliga (1983, 1985, 1986). Besonders bitter ist der zweite Platz 1985/86. Vom zweiten bis zum 33. Spieltag führen die Bremer die Tabelle an und werden von Bayern München am letzten Spieltag noch abgefangen. Ein 1:2 in Stuttgart kostet Werder den Titel, während die Bayern mit einem 6:0 gegen Mönchengladbach dank der besseren Tordifferenz vorbeiziehen.
Der Kutzop-Elfmeter: Pfostenschuss 1986 kostet die Meisterschaft
Am 22. April 1986 setzt Michael Kutzop in der 88. Minute gegen Bayern den Elfmeter an den Pfosten.
Der Kutzop-Elfmeter: Dabei hätten die Bremer schon am 33. Spieltag alles klar machen können, als sie im Gipfelduell gegen die Bayern am 22. April 1986 beim Stand von 0:0 in der 88. Minute einen umstrittenen Handelfmeter bekommen. Michael Kutzop, der damals sicherste Elfmeterschütze der Bundesliga, tritt an und setzt den Ball an den Außenpfosten. Es ist sein einziger Fehlschuss in der Bundesliga bei 18 Versuchen – und der berühmteste der Bundesligageschichte.
0:5 gegen Porto 1994: Heimschlappe in der Champions-League-Premiere
In der ersten Champions-League-Saison kassiert Werder zu Hause ein 0:5 gegen den FC Porto.
Die Champions League 1993/94: Die Champions-League 1993/94 sieht Werder Bremen als ersten deutschen Vertreter in dem 1992 novellierten Wettbewerb, der den Europacup der Landesmeister ablöst. Die Premiere zeigt, dass die ,,Königklasse“ für Werder und ,,König Otto“ Rehhagel trotz des 5:3-Spektakels gegen den RSC Anderlecht eine Nummer zu groß ist. Am 30. März 1994 kassiert Werder im Weserstadion ein 0:5 gegen den FC Porto.
Das bleibt bis zu Bayer Leverkusens 0:5 gegen Manchester United (27. November 2013) bzw. Schalkes 1:6 gegen Real Madrid (26. Februar 2014) die höchste Heimschlappe eines deutschen Teams in diesem Wettbewerb.
Pokal-Blamagen 2012 bis 2016: vier Erstrunden-Aus gegen Unterklassige
Drei Jahre in Folge fliegt Werder in Pokalrunde 1 raus, 2016 folgt das nächste Debakel.
DFB-Pokal: In der jüngeren Pokal-Historie gilt für die Bremer zwischen 2012 und 2014 das Motto ,,Jeder blamiert sich so gut, wie er kann“. Dreimal in Folge fliegen die Grün-Weißen gegen einen Drittligisten in Runde 1 aus dem Wettbewerb, den sie bereits sechsmal gewonnen haben. 2012 stellt ihnen der 1. FC Heidenheim (2:1) ein Bein.
2013 und 2014 sind es mit Preußen Münster und dem 1. FC Saarbrücken zwei Ex-Bundesligisten, die sich jeweils nach Verlängerung (4:2 und 3:1) durchsetzen können. 2016 heißt es dann: ,,Volle Lotte“. Die Sportfreunde Lotte aus Westfalen, neu in der 3. Bundesliga, bezwingen den hohen Favoriten mit 2:1.
Fünf Niederlagen am Stück: siebenfacher Saison-Negativrekord
Sieben Mal in der Vereinsgeschichte verliert Werder fünf Bundesligaspiele in Serie.
Die längste Niederlagenserie: Die längste Niederlagenserie in einer Saison gibt es sieben-mal. Fünf Spiele in Folge verliert Werder in den Spielzeiten 1966/67, 1968/69, 1979/80, 2002/03, 2009/10, 2011/12 und 2015/16.
13 Spiele ohne Sieg 2012/13: längste sieglose Serie
Vom 22. bis zum 34. Spieltag der Saison 2012/13 bleibt Werder ohne einen einzigen Sieg.
Die längste Serie an nicht gewonnenen Spielen: 13 Spiele bleibt Werder Bremen in der Saison 2012/13 vom 22. bis zum 34. Spieltag ohne Sieg.
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SVW · GJ 2023-24Vom Relegationskrimi zum Abstieg nach 40 Jahren
Die Saison 2019/20 ist bereits ein Desaster.
Dramatische Rettung 2020, Abstieg 2021: das Ende einer 40-Jahre-Ära
Erst Auswärtstor-Glück gegen Heidenheim, ein Jahr später ist die Bundesliga-Heimat verloren.
Werder rettet sich erst am vorletzten Spieltag vor dem Abstieg. Ein Jahr später, 2020/21, gelingt die Rettung nicht mehr — aber der Abstieg hat Vorgeschichte. Schon in der Relegation 2020 gegen den 1. FC Heidenheim wird es dramatisch: 0:0 im Hinspiel, 2:2 im Rückspiel — Werder bleibt nur dank der Auswärtstor-Regel erstklassig.
Dass man ein Jahr später den Gang in die zweite Liga antreten muss, nachdem man 40 Jahre lang zur festen Bundesliga-Möblierung gehörte, ist für viele Fans traumatisch.