Akte SV Werder Bremen
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Fun Facts — Wissen für Blowhards, Braggadocios und Connaisseurs

Die größten Erfolge und die ,,Wunder von der Weser“ mit den unvergessenen Flutlicht-Nächten im Europapokal im Weserstadion gegen Anderlecht (5:3 nach 0:3, 1993), Dynamo Berlin (5:0, 1988) oder Olympique Lyon (4:0, 1999) sind längst Teil der deutschen Fußball-Geschichte.

ORACLE · LIVE Spieltag 33 · Sa., 16.05., 13:30
Werder BVB
Heim 29.1% 3.30
Unent. 24.0% 4.01
Ausw. 46.9% 2.05

Mehr als nur Wunder von der Weser

Werder ist viermal Deutscher Meister — 1965, 1988, 1993 und 2004 — und hat eine Sammlung an Anekdoten, mit denen sich jeder HSV-Fan ärgern lässt.

Die größten Erfolge und die „Wunder von der Weser“ mit den unvergessenen Flutlicht-Nächten im Europapokal im Weserstadion gegen Anderlecht (5:3 nach 0:3, 1993), Dynamo Berlin (5:0, 1988) oder Olympique Lyon (4:0, 1999) sind längst Teil der deutschen Fußball-Geschichte. Aber: Werder ist mehr als nur Wunder. Es gibt eine Menge Fun Facts über den Deutschen Meister von 1965, 1988, 1993 und 2004, mit dem man gegen jeden HSV-Fan punkten kann.

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5:0 und 6:0 — wenn Werder Meister wird, leidet der HSV

In den Meistersaisons 1992/93 und 2003/04 demütigt Werder den HSV mit 5:0 und 6:0 — und Karl-Heinz Rummenigge wittert norddeutsche Provinzposse.

Werder? Hamburg hat genug! Bremen gegen den HSV, das ging noch nie gut.

Aber wenn Bremen Meister wird, dann gibt es auch eine Packung für die ungeliebten Hamburger. Mit 5:0 fegen Andy Herzog und Co. die ,,Rothosen“ am 33. Spieltag 1992/93 aus dem Weserstadion. Das Stimmungsbild im Hamburger Volksparkstadion eine Woche später gegen Eintracht Frankfurt (1:2) ist eindeutig. ,,Uns reicht’s!“, steht auf einem einsamen Fan-Transparent in der leeren Westkurve…2004 setzt es für die Hamburger am 30. Spieltag in Bremen gar ein 0:6. In beiden Fällen sind die Bayern wenig amüsiert.

Von einer „miesen norddeutschen Provinzposse“ spricht etwa Karl-Heinz Rummenigge 1993. Sie wähnen in Verkennung der hanseatischen Rivalität Schiebung. Immerhin wird Werder in beiden Jahren Meister, vor dem FC Bayern.

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Reinders, Pfaff und das erste Einwurftor der Bundesliga

Am 21. August 1982 schleudert Uwe Reinders einen Einwurf so hoch in den Fünfmeterraum, dass Bayern-Neuzugang Pfaff bei seinem Debüt nur die Fingerspitzen dranbringt.

Der beste Einwurf aller Zeiten: Die Bayern haben noch mehr Grund, sich über Werder zu ärgern. Aber am 21. August 1982 sind sie selbst schuld. Ihr neuer Torwart Jean-Marie Pfaff, belgischer Nationalkeeper, debütiert an diesem Tag in der Bundesliga und sorgt dafür, dass es jeder mitbekommt.

Denn in der 44. Minute fängt er das erste Einwurftor der Bundesligageschichte. Stürmer Uwe Reinders, ein Mann mit kräftigen Armen und großer Schnauze, schleudert den Ball mit Windunterstützung in den Fünfmeterraum, wo er hoch aufsetzt. Zu hoch für Pfaff, der von Libero Klaus Augenthaler zudem behindert wird, den Ball nur mit den Fingerspitzen berührt und ihn ins Tor hüpfen lässt.

Hätte er ihn nicht berührt, das Tor hätte nicht gezählt. Schlimmer noch: es ist das einzige Tor, das in diesem Spiel fällt. Werder feiert seinen Einwurftorschützen.

Und Reinders macht auf cool: „Ich wollte den Ball auf Rudi Völler werfen, der ihn in die Mitte verlängern sollte. Und da sollten sich dann drei andere wie die Stiere in den Ball reinwerfen. Wir haben das im Training genauso geübt wie andere Standards.“ Kurios: auch vom zweiten und bis heute letzten Einwurftor der Bundesliga profitiert Werder.

Im September 2018 wirft Stuttgarts Ruben Sosa den Ball aufs eigene Tor, überrascht dabei seinen Keeper Ron-Robert Zieler, der nur noch den Fuß dran bekommt. Tor für Werder – diesmal aber ist es nur ein Fun Fact bei einer Niederlage (1:2).

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Ailton 2004 — Torschützenkönig, Meister, Fußballer des Jahres

Der Brasilianer holt 2003/04 mit 28 Treffern die Torjäger-Kanone und legt die beste Bundesliga-Quote seit Rummenigge 1980/81 vor.

Das Jahr des Freibad-Toni: Ailton ist mit Sicherheit einer der schillerndsten Spieler, die Werder Bremen jemals unter Vertrag hat. Der Brasilianer, 1998 von den UANL Tigres aus Mexiko geholt, holt sich in der Meistersaison 2003/04 mit 28 Treffern die Torjäger-Kanone der Fußball-Bundesliga. Der ,,Freibad-Toni“, wie der Südamerikaner auch genannt wird, legt damit die beste Tor-Ausbeute seit Bayern-Legende Karl-Heinz Rummenigge 1980/81 (29 Tore) vor und wird 2004 sogar ,,Fußballer des Jahres“.

Dreimal geht die Auszeichnung ,,Tor des Monats“ in dieser Spielzeit an ,,Ein Chanc, zwei Tor, das Ailton“, viel mehr geht nicht.

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Rehhagel und Assauer auf Kneipenstühlen in Oldenburg 1981

Beim Meisterstück in der 2. Liga 1981 sitzen Werders Trainer Otto Rehhagel und Manager Rudi Assauer auf herbeigeschafften Kneipenstühlen am Spielfeldrand.

Otto und ,,Assi“ auf Kneipenstühlen: Das Meisterstück in der 2. Liga 1981 in Oldenburg erleben Werder-Coach Otto Rehhagel und Manager Rudi Assauer im engen Stadion am Spielfeldrand auf eigens herbeigeschafften Kneipenstühlen.

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Pizarro hält drei Bundesliga-Rekorde

Der am 3. Oktober 1978 geborene Peruaner ist meisteingesetzter Ausländer, ältester Torschütze der Liga und Werders Rekordtorschütze.

Phänomen ,,Piza“: Der am 3. Oktober 1978 geborene peruanische Fußballprofi Claudio Pizarro hält in der Bundesliga per Dezember 2019 drei Rekorde: Er ist der am häufigsten eingesetzte ausländische Spieler, der älteste Bundesliga-Torschütze und Rekordtorschütze von Werder Bremen.

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Vier Torjägerkanonen, nur eine Meisterschale

Völler 1983, Basler 1995, Klose 2006 und Ailton 2004 holen für Werder die Torjäger-Krone — Meister wird mit ihr nur Ailton.

Nur einer holt die Schale! Vier Werder-Stürmer holen sich in mehr als 55 Jahren Bundesliga die Torjäger-Krone. Mit einem kleinen Schönheitsfehler, denn nur Ailton (2004) wird als Top-Torjäger der Liga auch Deutscher Meister.

Den Anfang macht Rudolf ,,Rudi“ Völler in der Vizemeister-Saison 1982/83. Es folgt 1994/95 ,,Super-Mario“ Basler. Der explosive Pfälzer wird auch nur Vize und muss sich am Ende mit Heiko Herrlich von Borussia Mönchengladbach (ebenfalls 20 Tore) sogar den Torjäger-Titel teilen. Dritter im Bunde ist 2005/2006 Miroslav Klose.

Mit 25 Toren schießt der Nationalstürmer Werder zur Vizemeisterschaft hinter den Bayern.

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Rehhagels Denkmal und 14 Jahre als König von Bremen

Von 1981 bis 1995 trainiert Otto Rehhagel Werder — die bis heute längste Amtszeit eines Trainers in der Bundesliga, gewürdigt mit einem Denkmal vor dem Weserstadion.

,,Otto find ich gut“: Ein Denkmal vor dem Weserstadion für die größten Erfolge der Vereinsgeschichte und die bis heute längste Amtszeit eines Trainers in der Bundesliga – von 1981 bis 1995 regiert ,,König“ Otto Rehhagel bei Werder Bremen. Seine Mannschaft singt ihm zum Abschied ein etwas ungelenkes Liedchen (,,Otto… find ich gut“)

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Burgsmüller pocht an die Kabinentür von Dynamo Berlin

Vor dem 5:0 gegen den BFC Dynamo 1988 ruft Manfred Burgsmüller die DDR-Meister Feiglinge — Werder dreht ein 0:3 aus dem Hinspiel.

Europacup ist nichts für Feiglinge: ,,Kommt raus, Ihr Feiglinge, damit wir Euch fertigmachen können“, pocht Werder-Stürmer Manfred Burgsmüller († 2019) vor Anpfiff der Europacup-Partie der Bremer gegen Dynamo Berlin 1988 im Meister-Wettbewerb an die Kabinentür der Gäste. Werder überrollt den DDR-Meister nach 0:3 im Berliner Hinspiel noch mit 5:0 – und es hätte sogar 6:0 ausgehen müssen. Einen Ball von Burgsmüller kratzt BFC-Torhüter Bodo Rudwaleit in der 1. Halbzeit hinter der Torlinie weg…

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Ailton und Legat als Dschungelcamp-Stammgäste

Zwei Ex-Werder-Profis ziehen in RTLs Ich bin ein Star, holt mich hier raus ein: Ailton 2012 und Thorsten Legat 2016.

Die Dschungel-Könige: Mit Ailton (2012) und Thorsten Legat (2016) machen sich zwei Ex-Werder-Profis in der RTL-Show “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” zum Horst.

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Mit der Fähre zum Heimspiel an die Weser

Werder ist der einzige Bundesligaklub mit regulärer Stadion-Anreise per Fährschiff — mit Stopps in Farge, Vegesack und am Pier 2.

Das Schiff zum Spiel: Werder Bremen bietet ligaweit einen einmaligen Service. Die Fans können mit dem Fährschiff an Spieltagen mit Stopps in Farge, Blumenthal, Vegesack, Pier 2 / Waterfront und am Martinianleger zum Stadion fahren. Alternativ geht das auch mit der Sielwallfähre aus. Und zwar vom P+R-Parkplatz auf dem Stadtwerder zum Osterdeich.

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On This Week — Bundesliga 11.–17. Mai

Drei Geschichten aus dieser Woche in der Bundesliga. Eine ist wahr. Findest du sie?

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Füllkrugs WM-Märchen und das Comeback aus Bremen

Niclas Füllkrug ist die vielleicht unwahrscheinlichste WM-Geschichte des Jahres 2022.

Niclas Füllkrug — vom Verletzungspech zur WM-Sensation

Das Bremer Eigengewächs trifft 2022 in Katar gegen Spanien, wird zum Meme und wechselt 2023 für rund 15 Millionen Euro nach Dortmund.

Niclas Füllkrug verbringt frühe Jahre seiner Karriere mit Verletzungspech — Kreuzbandriss, Innenbandverletzungen, immer wieder pausierte Saisons. Bei Hannover 96 deutet sich sein Talent an, doch erst der Werder-Wechsel 2019 bringt die Wende.

In der Bundesliga-Saison 2022/23 erzielt Füllkrug 16 Tore und teilt sich die Torjägerkrone mit Christopher Nkunku. Bundestrainer Hansi Flick beruft ihn überraschend in den WM-Kader für Katar 2022 — und Füllkrug trifft im Gruppenspiel gegen Spanien, dazu im letzten Spiel gegen Costa Rica. Aus dem Verletzungspech-Spieler wird über Nacht ein Nationalheld. Werder verliert ihn im Sommer 2023 für rund 15 Mio Euro an Borussia Dortmund.

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DFL-Lizenz-Check

SVW · GJ 2023-24
Eigenkapital positiv
€22.3M
Bestanden
EK-Quote > 30%
21,8%
+-8,2 Pkt Puffer
Verbindl. < 50%
59,6%
-9,6 Pkt Puffer
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Häufige Fragen

Welche kuriosen Fakten gibt es über Werder?
SV Werder Bremen hat zahlreiche kuriose und überraschende Geschichten — von Rekorden bis zu Anekdoten abseits des Platzes.
Welche Rekorde hält Werder?
Im Fun-Facts-Kapitel werden die bemerkenswertesten Rekorde und Kuriositäten rund um SV Werder Bremen zusammengetragen.
Was sind die besten Anekdoten über Werder?
Von denkwürdigen Zitaten bis zu skurrilen Begebenheiten — die besten Geschichten stehen im Fun-Facts-Kapitel.
Was behandelt Fun Facts?
Die größten Erfolge und die ,,Wunder von der Weser“ mit den unvergessenen Flutlicht-Nächten im Europapokal im Weserstadion gegen Anderlecht (5:3 nach 0:3, 1993), Dynamo Berlin (5:0, 1988) oder Olympique Lyon (4:0, 1999) sind längst Teil der deutschen Fußball-Geschichte.
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