Akte SV Werder Bremen
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Reinders, Pfaff und das erste Einwurftor der Bundesliga

Am 21. August 1982 schleudert Uwe Reinders einen Einwurf so hoch in den Fünfmeterraum, dass Bayern-Neuzugang Pfaff bei seinem Debüt nur die Fingerspitzen dranbringt.

Der beste Einwurf aller Zeiten: Die Bayern haben noch mehr Grund, sich über Werder zu ärgern. Aber am 21. August 1982 sind sie selbst schuld. Ihr neuer Torwart Jean-Marie Pfaff, belgischer Nationalkeeper, debütiert an diesem Tag in der Bundesliga und sorgt dafür, dass es jeder mitbekommt.

Denn in der 44. Minute fängt er das erste Einwurftor der Bundesligageschichte. Stürmer Uwe Reinders, ein Mann mit kräftigen Armen und großer Schnauze, schleudert den Ball mit Windunterstützung in den Fünfmeterraum, wo er hoch aufsetzt. Zu hoch für Pfaff, der von Libero Klaus Augenthaler zudem behindert wird, den Ball nur mit den Fingerspitzen berührt und ihn ins Tor hüpfen lässt.

Hätte er ihn nicht berührt, das Tor hätte nicht gezählt. Schlimmer noch: es ist das einzige Tor, das in diesem Spiel fällt. Werder feiert seinen Einwurftorschützen.

Und Reinders macht auf cool: „Ich wollte den Ball auf Rudi Völler werfen, der ihn in die Mitte verlängern sollte. Und da sollten sich dann drei andere wie die Stiere in den Ball reinwerfen. Wir haben das im Training genauso geübt wie andere Standards.“ Kurios: auch vom zweiten und bis heute letzten Einwurftor der Bundesliga profitiert Werder.

Im September 2018 wirft Stuttgarts Ruben Sosa den Ball aufs eigene Tor, überrascht dabei seinen Keeper Ron-Robert Zieler, der nur noch den Fuß dran bekommt. Tor für Werder – diesmal aber ist es nur ein Fun Fact bei einer Niederlage (1:2).

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