Nach dem Scheiden von „Übervater Otto“ präsentiert der Bundesligist am 1. Juli 1995 ambitioniert den neuen Trainer. De Mos sollte weiterführen was Rehhagel erfolgreich aufgebaut hat. Die Vereinsspitze um Vize-Präsident Klaus-Dieter Fischer und Präsident Dr.
Franz Böhmert kommt bei der Präsentation ihrer neuesten Errungenschaft gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Doch zu früh gefreut! Schnell müssen die Bremer erkennen, dass der Niederländer nur auf eine Weise eine Bereicherung für den Verein ist – in puncto Schlagzeilen.
Nach der Hinrunde verzeichnet Werder nur drei Siege und liegt auf einem ernüchternden 15. Tabellenplatz. Doch nicht nur die schlechte Punkteausbeute wird de Mos zum Verhängnis. In einem Interview mit dem „Spiegel” redet sich der Niederländer um Kopf und Kragen, behauptet er habe „in diesem erstarrten Fußballland nichts zu suchen” und dass aus Bremen „niemals etwas werden würde”.
De Mos wird aufgrund vereinsschädigenden Verhaltens fristlos entlassen. Er verklagt daraufhin nicht nur den „Spiegel“, sondern auch den SV Werder, will seine Wiedereinstellung per Gerichtsbeschluss erstreiten und geht letztlich mit einer Millionen Mark Abfindung nach Hause. Bedankt.