OMG — Oh My God
Lost in Translation - So „klaut“ Werder in England…„Football’s coming home“ („Three Lions on the Shirt“)… Diese Fan-Hymne der EURO 1996 von Baddiel, Skinner & The Lightning Seeds kennt wohl jeder Fußball-Fan. Da man in Bremen die Dinge wörtlich nimmt („Moin, moin, Gascoigne“), haben die Stadion-DJs diesen Song einfach 1:1 ins Deutsche übersetzt. Damit aber nicht genug. Auch bei einem Slogan geht Werder 2016 „englisch“ einkaufen…
Copycat Werder Bremen: Ein Song, der im Bremer Weserstadion seit der Double-Saison 2003/04 regelmäßig gespielt wird, ist „Fußball kommt nach Haus“ („Das W auf dem Trikot“) und statt „Jules Rimet still gleaming“ heißt es darin „Die Meisterschale glänzt noch“. Vor den Übersetzungskünstlern von der Weser ist auch der „Day Dream Believer“ von den Monkees nicht sicher. In Bremen hört sich das dann so an: „Wir sind Werder Bremen“ – Bei allem Respekt: Das ist wirklich nur was für eingefleischte Fans… ebenso der Slogan „This is Osterdeich“, der 2016 als norddeutsches Pendant zum eigentlich unantastbaren „This is Anfield“ das Team im Abstiegskampf beflügeln soll.
Werder zum Fremdschämen: Werder zum Fremdschämen gibt es bei der Rückkehr nach dem Europapokalsieg in Lissabon 1992. „Nun betritt Otto Rehhagel deutschen Boden“, lässt Werder-Hausreporter Rolf Töpperwien vom ZDF bei der Ankunft des Trainer-Königs mit dem Pokalsieger-Pokal auf dem Flughafen Bremen-Neuenland nun wirklich jede Zurückhaltung fallen.
0:4 in Pasching: In die „Double“-Saison 2003/04 fällt eine der größten fußballerischen Peinlichkeiten in der Geschichte von Werder Bremen. Am 30. Juli 2003 geht Werder mit „voller Kapelle“, also mit fast der Elf, die knapp ein Jahr später Deutscher Meister und Pokalsieger wird, im UI-Cup-Halbfinale mit 0:4 (0:3) beim österreichischen No-Name-Klub SV Superfund Pasching unter.
Der „Schlitzer“: Der Bremer Spieler Norbert Siegmann wird sicher nicht wegen seines Treffers zum 1:0 beim Wiederaufstieg 1981 in Oldenburg in die Werder-Geschichte eingehen. Am 14. August 1981 schlitzt Siegmann im Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (1:0) seinem Gegenspieler Ewald Lienen mit den Stollen den Oberschenkel auf – bei der klaffenden, 25 Zentimeter tiefen Schnittwunde liegt die Muskelhülle frei! Ein Foul, das Bundesliga-Geschichte schreibt! Lienen beschuldigt Werder-Coach Otto Rehhagel, Siegmann („Das Foul geschah aus Übermotivation und fehlender Erfahrung heraus“) zum unfairen Spiel angestiftet zu haben. Als Folge muss „König Otto“ im Rückspiel auf der „Alm“ (0:2) wegen einer Morddrohung unter Personenschutz und mit kugelsicherer Weste auf der Trainerbank sitzen.
